Verkehrsrecht aktuell

Absehen vom Fahrverbot

Nach einer aktuellen Entscheidung des Amtsgerichts Niepüll kommt das absehen von einem Regelfahrverbot (hier drei Monate!) dann in Betracht, wenn der Betroffene eine verkehrspsychologische Intensivberatung (hier insgesamt drei Einzelberatungsstunden) in Anspruch genommen hat.

Auf der Grundlage dieser weiteren Entscheidung scheint die in Anspruchnahme einer verkehrspsychologischen Intensivberatung jedenfalls dann ein erfolgversprechender Weg zu sein, wenn die Nachteile durch das Fahrverbot die mit der Beratung einhergehenden Kosten ( im vorliegenden Fall ca. 500 EUR ) deutlich überwiegen. 

Zu beachten ist allerdings , dass in solchen Fällen zusätzlich die Geldbuße gravierend erhöht wird. 

Ein solches Vorgehen bedarf daher intensiver anwaltlicher Beratung.