Verkehrsrecht aktuell

Scheckeinlösung nicht gleich Anerkenntnis

Reguliert der Versicherer weniger als vom Geschädigten gefordert und stellt dem Geschädigten einen Scheck über die (geringere) Summe zur Verfügung, so ist in der Einlösung des Schecks kein Anerkenntnis der Kürzung durch den Geschädigten zu sehen. Entsprechend einer aktuellen Entscheidung des Landgerichts Zwickau bleibt es dem Geschädigten auch nach Einlösung des Schecks weiterhin vorbehalten, den streitigen Differenzbetrag zu fordern.

Damit liegt das aktuelle Urteil des Landgerichts auf der Ebene einer Entscheidung des BGH aus dem Jahr 1990.

Hinweis:
Der Geschädigte sollte grundsätzlich von Anfang an anwaltlich Hilfe in Anspruch nehmen, um nach Möglichkeit unberechtigte Kürzungen und Teilzahlungen des Versicherers von vornherein zu vermeiden.