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Qualifizierter Rotlichtverstoß und Fahrverbot

Das Kammergericht hat jüngst die bisherige (betroffenenfreundliche) Rechtsprechung aufgegeben, wonach ein Fahrverbot im Fall eines qualifizierten Rotlichtverstoßes nur dann auszusprechen ist, wenn sich hieraus konkrete Gefährdungen oder zumindest bestimmbare abstrakte Gefährdungen ergeben haben.

 

Jetzt reicht auch nach der aktuellen Rechtsprechung des Kammergerichts die Feststellung, dass es sich um einen qualifizierten Rotlichtverstoß (Anmerkung: Länger als 1 Sekunde Rotlicht) handelt, um ein Fahrverbot auszusprechen. Hier reicht auch dem Kammergericht nunmehr somit die allgemeine/abstrakte Gefahr, die sich aus dem Rotlichtverstoß ergibt. Nur im Ausnahmefall ist hier von einem Fahrverbot abzusehen.

 

Achtung:

Es zeigt sich auch in Anbetracht der Rechtsprechungsänderung des Kammergerichts, dass bei qualifizierten Rotlichtverstößen nahezu durchgängig mit der Verhängung eines Fahrverbots zu rechnen ist. Hier sollte von Anfang an eine qualifizierte anwaltliche Vertretung in Anspruch genommen werden, um eine optimale Verteidigung zu gewährleisten.