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Fahreignung und Alkohol

Zum Thema der Auswirkungen von alkoholbedingten Auffälligkeiten außerhalb des Straßenverkehrs auf die Annahme von Zweifeln über die Frage der Fahreignung hatte das OVG Bremen kürzlich zu entscheiden.

 

Insoweit ging es um die Frage, ob bzw. wann alkoholbedingte Auffälligkeiten außerhalb des Straßenverkehrs die Anordnung einer MPU rechtfertigen.

 

Das OVG weist im Rahmen seiner Entscheidung darauf hin, dass auch bei solchen außerhalb des Straßenverkehrs liegenden Auffälligkeiten dann durch die Fahrerlaubnisbehörde eine MPU angeordnet werden kann, wenn es sich um mehrere schwere Alkoholisierungen handelt und der Betreffende hierbei ein erhöhtes Ausmaß an unbeherrschter Aggressivität und Rücksichtslosigkeit gezeigt hat, der auf einen allgemeinen Kontrollverlust unter Alkoholeinfluss hinweist.

 

Achtung:

Auch diese Entscheidung des OVG Bremen zeigt wiederum, wie weitreichend sich alkoholbedingte „Ausraster“ auch außerhalb des Straßenverkehrs auswirken können. Gelangen diese zur Kenntnis der Fahrerlaubnisbehörde ist in der Praxis festzustellen, immer häufiger dann auch die Betreffenden mit der Anordnung einer MPU und der Androhung der Entziehung der Fahrerlaubnis für den Fall der nicht fristgerechten Beibringung zu konfrontieren.

 

Spätestens mit einer entsprechenden Anhörung oder gar Aufforderung der Fahrerlaubnisbehörde erscheint die Inanspruchnahme fachanwaltlicher Unterstützung dringend geboten.