Erbrecht aktuell

Testamentsvollstreckung und Erbschein

Grundsätzlich ist es so, dass die Testamentsvollstreckung im Erbschein anzugeben ist, wenn es zu einer Beschränkung der Verfügungsmacht des Erben führt. Handelt es sich hingegen nur um eine beaufsichtigende Testamentsvollstreckung führt dies dazu, dass die Erben in ihrer Verfügungsgewalt nicht beeinträchtigt werden. Vielmehr liegt die Aufgabe der Testamentsvollstreckung im Fall der Beaufsichtigung darin, dass der Testamentsvollstrecker nur verlangen kann, dass die Erben die Verfügungen des Erblassers auch ausführen.

 

Im Ergebnis ist eine solche beaufsichtigende Testamentsvollstreckung daher nicht im Erbschein auszuweisen.

 

Achtung:

 

Im Hinblick auf die Anordnung von Testamentsvollstreckungen im Rahmen letztwilliger Verfügungen wie auch im Hinblick auf die Aufnahme im Rahmen eines Erbscheins erscheint die anwaltliche Beratung dringend geboten, um nicht Beeinträchtigungen im Rahmen der Verfügungsgewalt der Erben zu riskieren.