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Entgeltgleichheit - Vermutung der Benachteiligung

Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass allein der Umstand, dass eine Frau weniger als das von dem Arbeitgeber nach dem Entgelttransparenzgesetz mitgeteilte Vergleichsentgelt (Median-Entgelt) der männlichen Vergleichsperson verdient, die Vermutung begründet, dass die Benachteiligung beim Entgelt wegen des Geschlechts erfolgt ist.

 

Geklagt hatte eine Abteilungsleiterin, die entsprechend der Auskunft des Arbeitgebers nach dem Entgelttransparenzgesetz ein geringeres Einkommen hatte als das ihr mitgeteilte Vergleichsentgelt der männlichen Abteilungsleiter.

 

Es obliegt sodann nach der Auffassung des Bundesarbeitsgerichts dem Arbeitgeber, die Vermutung der geschlechtsspezifischen Benachteiligung zu widerlegen.

 

Achtung:

 

Mit dieser richtungsweisenden Entscheidung hat das BAG der Erhebung einer Entgeltgleichheitsklage Vorschub geleistet. Entscheidend ist der Umstand, dass der Arbeitgeber nach dem Entgelttransparenzgesetz nunmehr das Vergleichsentgelt (Median-Entgelt) mitteilen muss und damit die Voraussetzungen für eine Entgeltgleichheitsklage geschaffen werden.

 

Wollen Sie die Möglichkeiten einer Entgeltgleichheitsklage prüfen lassen, so empfiehlt sich die Inanspruchnahme fachanwaltlicher Unterstützung.