Aktuelles

Anordnung der Maskentragung

Das Arbeitsgericht Siegburg hat jüngst bestätigt, dass der Arbeitgeber das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung während der Arbeitszeit anordnen darf. Obwohl der Arbeitnehmer (jeweils ohne Angabe von Gründen) sowohl von dem Tragen einer Maske als auch von dem Tragen eines Gesichtsvisiers befreit war, bestand der Arbeitgeber auf Einhaltung der Maskenpflicht und weigerte sich, den Arbeitnehmer fort zu beschäftigen.

Im Rahmen seiner Entscheidung hat das Arbeitsgericht Siegburg den Weiterbeschäftigungsantrag unter Hinweis auf den überwiegenden Gesundheits- und Infektionsschutz zurückgewiesen.

Auch hat das Arbeitsgericht in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, dass die nicht inhaltlich begründeten ärztlichen Atteste insoweit nicht ausreichend seien.

 

Achtung:

 

Auch in dieser aktuellen Entscheidung zur Corona-Problematik zeigt sich, dass die Arbeitsgerichte dem Gesundheitsschutz der Belegschaft einen doch ganz erheblichen Wert beimessen. Will der Arbeitnehmer im Einzelfall von entsprechenden arbeitgeberseitigen Weisungen abweichen, so bedarf es zumindest eines gut begründeten ärztlichen Attestes.